Eurovespa bzw. 1. Vespa World Days   San Marino 2007

von il Präsidente Markus


Mit dem Hänger im Schlepptau mühte ich mich am Freitag um 13.00 über den Brenner. Der erste Regenschauer. Mit Klaus, der am Freitag frei bekommen hatte, sollte ich mich in Sterzing treffen. Wenigsten er fuhr einige km von Völs nach Sterzing auf der eigenen Vespa.

Weiter ging es jetzt warmduschermäßig mit 2 Vespas am Hänger, PX und GS 160, im Golf ohne Klimaanlage der unbarmherzigen italienischen Sonne entgegen.
5 Stunden und einige LKW- Fahrer -Menüs (1 Grappa und 2 Espressi) später erreichten wir in Rimini den Campingplatz "Maxima". Wie sich später herausstellte Maxima für maximale Lautstärke durch angrenzende Zugstrecke, Flughafen, Bundesstraße und italienische Vespisti.


Da sich in der näheren Umgebung von San Marino keine Campingplätze befanden, in Rimini aber viele, spielte sich die halbe Eurovespa auf der Strandpromenade von Rimini ab. Überall cruisten und hupten Vespas. Einfach cool.

Gut gerüstet mit Navigationsgerät fuhren wir am Samstagmorgen gegen San Marino, das doch 35 km weit entfernt war. Aber im Konvoi mit 100 Vespas und auf einer kurvigen Bergstraße spielten die km keine Rolle. Unterhalb der malerischen Festung von San Marino befand sich auf einer eigens gesperrten Straße das Lager der Eurovespa. 

Es ist immer wieder unglaublich was die Eurovespa für ein Treffen ist. Wo bei uns schon Leute in Verzückung geraten wenn 5 Vespas nebeneinander stehen, so stehen hier 1000 Vespas Seitenbacke an Seitenbacke aneinander. Einfach unglaublich, beeindruckend und in Worten und Bildern nicht zu beschreiben. Ich für meinen Teil bin einfach nur in Ekstase und die ersten 2 Stunden bei einer Eurovespa zu keinen klaren Gedanken mehr fähig.

Im Gegensatz zu Turin 2006, das mehr das Fest der schönen alten VN, VM, VL´s aus Frankreich und der Schweiz war, war San Marino eher das Fest der Alltagsschlampen und schönen Restaurationen die noch zum Fahren bestimmt waren. Also sehr viele Selbstfahrer, weniger Lampe unten in Nitrolackierung und dergleichen. Viele PX´en aus Italien, wenige 8" Modelle. Viele Rally´s und PV´s in allen Tuning und Zustandsvarianten. Und sehr viele SS50 und SS90. Man hatte den Anschein, so was gehört in jeden guten Haushalt.... Hier konnte man auch mal sehen, dass man auch mit einer originalen 50S oder einer PV 133 und Zirri Silent Distanzen von mehr als 100km gefahren werden können. Hier muss ich erwähnen, dass Klaus seine PX ohne Blinker 1:0 in der Zuschauerwertung gegen meine GS 160 Alltagsschlampenlackierung gewann.

Die anschließende Ausfahrt durch die Hügellandschaft von San Marino und Umgebung zu einem Sportflughafen mit Flugshowprogramm rundete den Nachmittag ab. Gegen 16.00 Uhr taten die Augen so weh vom glotzen, dass wir uns eine Pause am Strand von Rimini gönnten. Am Abend ging es wieder los. Hier zeigte uns das Navi im Dunklen, dass man auch weit ab der Verkehrswege und asphaltierten Straßen nach San Marino gelangen kann.

Am Sonntag verabschiedeten wir uns von unseren österreichischen, südtiroler und italienischen Vespisti vom Campingplatz und stachen gegen Osttirol auf. Nicht weil wir einen Vereinskollegen in diesen Gefilden absetzen sollten, nein, Markus kauft dort wieder mal 2 Vespas...! 

Über die Pässe die wir mit dem Hänger todesverachtend gekrochen sind möchte ich kein Wort mehr verlieren, aber wir erreichten Lienz nach 7 Stunden Fahrt. Dort luden wir 2 weitere Vespas auf und fuhren weiter. Das Typenschild des Hängers mit max 400 kg Zuladung interessierte nicht weiter....

Nach 10 Stunden im Auto, und ich muss zugeben einigen Angstperlen auf der Stirn, erreichten wir ohne grobe Probleme Innsbruck.

Danke noch mal an Klaus, meiner GS 160 und vor allem meinem Golf IV für ihre Leistungen.